Every end has a new beginning April 15, 2017

In jedem Ende ist ein neuer Anfang.

Sind wir nicht alle immer auf der Suche nach dem wahren Glück?
Nach dem tiefen Sinn des Lebens.
Nach unserer ganz eigenen Bestimmung.
Wünschen wir uns nicht eigentlich alle, all unsere Träume wahr werden zu lassen?

Ich will all das noch erleben, was ich mir wirklich aus tiefstem Herzen wünsche.
Viele Jahre habe ich all meine Liebe zur Natur in zarte Kleider gelegt. In all die Zeichnungen, die ich
von Federn und Tieren machte und mit denen meine Mode bedruckt wurde.
Ich sehnte mich gleichzeitig nach einer tiefen inneren Erfüllung.
Aber sie stellte sich nicht so richtig ein.
So sehr ich allem meine ganz persönliche Handschrift gab und wie ich selbst jeden Tag immer noch finde,
wunderschöne Dinge erschuf, an denen die Menschen sich erfreuen durften.
Denen ich allen ein Stück meiner Sicht auf die Natur schenken wollte.
Allen zeigen wollte, wie wunderbar alles da draußen ist, für das so viele heute leider keine
Zeit mehr haben.
Den Blick nicht mehr.
So sehr blieb die innere Sehnsucht.
Nach mehr!

 

Auf meiner persönlichen Reise durchs Leben, fand ich in den letzten Jahren und Monaten zu meiner
wahren Bestimmung.
Also hatte ich doch immer richtig gefühlt.
Das da noch mehr sein sollte, als “nur” Mode zu machen.
Als ich vor fünfzehn Jahren noch in einem riesigen Unternehmen arbeitete, da hatte ich oft im Scherz gesagt:
“Ich werde Ziegenbäuerin und mache Käse und lebe abgeschieden in der Natur mit meinen Tieren.
Was soll das alles mit dem ganzen Modezirkus?!”
Den Modezirkus habe ich mit sO mINe* nie mitgemacht.
Ich wollte immer Kleider machen, die den Menschen wirklich lieb waren.
Die man vielleicht später noch an seine Tochter weitergibt.
Die man auf jeden Fall aufheben will und damit das Gegenteil zu unserer schnelllebigen Welt darstellen.
Wo alles nur noch auf Masse ausgelegt ist. Auf Geldmacherei durch Schnelllebigkeit.
Weil Qualität und Wert nicht mehr stimmen.
Nichts mehr Wert hat.
Weil es nur um Geldmacherei geht und nicht mehr um die Liebe zum schöpfen, kreativ sein.
Das ist und war nie meine Welt.
Das ist, wenn man die wahre Welt nicht mehr sehen kann.

Aus dem Traum von Ziegen wurden letztes Jahr tatsächlich Schafe.
Tierische Produkte esse ich auch so gut wie gar nicht mehr.
Alles Beiträge zu einer Welt, einer Industrie, die mir nicht gefällt.
Wo Tiere auch nur noch Massenware sind. Und in Fabriken gehalten werden.
Unter grausamsten Bedingungen.

Meine Mode habe ich anfangs von Hand gefertigt.
Als das einfach viel zu viel für mich wurde, da gab ich meine Produktion an wunderbare Menschen
auf Bali in Indonesien ab.
Sie nähen dort fröhlich in ihrem Schneideratelier und verkörpern damit meine Vorstellung von
einer fairen und schönen Art Mode zu produzieren.
Etwas anderes wäre für mich nie in Frage gekommen.
Und doch habe ich mich so oft gefragt, ob es vertretbar ist, trotzdem alles um den halben Erdball zu fliegen.
Selber ständig in den Flieger zu steigen.
Meinem Körper und meiner Seele verlangten die langen Reisen viel ab, obwohl ich mich jedes Mal riesig auf
mein wunderbares Team freute und die Freunde, die ich in der Zeit gewonnen hatte.
Ich hinterfragte alles.
Immer und immer wieder.
Weil ich die Natur, die Erde, so sehr liebe.

Wie kann man als Erdenkind am glücklichsten sein?
Ich kann es nur, wenn ich mein wirkliches Erdenkind-Leben führe, was für mich immer bestimmt war.
Wenn ich den größtmöglichen Beitrag leiste, der mir möglich ist.
Was für mich sehr leicht ist, da ich nur auf meine innere Stimme hören brauche.
Und die hat mir neue, ganz wundervolle Aufgaben zugeflüstert.

Aber natürlich ist es nicht leicht, sO mINe* und all die schönen Kleider zu verabschieden.
Da ich aber immer irgendwie kreativ sein werde, weil das einfach zu mir gehört, werde ich das anderweitig ausleben.
Auf jeden Fall so, dass es unseren Planeten unterstützt und schützt und den Menschen dessen
ursprüngliche Schönheit vermitteln wird.

 Ich wünsche mir sehr, dass all die mit Liebe erschaffenen Kleidungsstücke, Schmuck und Accessoires viele
glückliche neue Besitzer finden werden, bevor sich Ende September die Türen in der Jakobstrasse schließen.
Das sie mit so viel Liebe getragen werden, wie ich hineingelegt habe.

Wir räumen in den nächsten Wochen und Monaten noch weitere Schätze in den Verkauf.
Musterteile und von mir handgefertigte Einzelmuster.
Es bleibt also spannend bis zum Schluss.
Ab sofort ist die gesamte Kollektion (bis auf wenige Ausnahmen) stark reduziert.
Die beste Gelegenheit noch ein bisschen den Kleiderschrank zu füllen, bevor sich sO mINe* verabschiedet.

Wir freuen uns so oder so sehr, Sie alle noch mal zu sehen.

Bei allen Kunden, besonders den treuen Stammkunden, möchte ich mich herzlich bedanken.
Sie alle haben mir dieses kreative Abendteuer ermöglicht.
Vor allem mir aber so viel Freude bereitet, wenn wir zusammen Outfits kreiert haben oder ich sie später
darin bewundern durfte.

Ein großer Dank geht auch an alle, die geholfen haben, all meine Ideen wahr werden zu lassen, durch
die anstrengenden, aber herrlichen Fotoshootings.
Besonders an Manja, Sally, Anna und Maria hinter der Kamera.
Besonders an Julia und Amira vor der Kamera.

Ich danke Ihnen und Euch allen von ganzem Herzen.
Und wünsche allen ebenfalls ganz viel Freude beim Umsetzen aller Lebensträume!

 Alles Liebe,

Simone

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